Meine Beziehung zu Polaroid- oder wie ich den Pola-Day erfand.

Clouds On Building Made with Polaroid 350

Meine Beziehung zum Sofortbild begann nicht wie bei vielen anderen in der Kindheit, sondern vor ca. drei Jahren. Mein Schwiegervater überreichte mir eine Polaroid 1000s. Meine erste Sofortbild Kamera. Weil ich aber damit nicht viel anfangen konnte, verstaubte sie erstmal bei meiner Kamera Sammlung. In der Zwischenzeit beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Thema Instant Fotografie und las in verschiedenen Blogs und anderen Medien über das Ende Polaroids und dessen Sofortbild-Sparte. Nicht gerade ermutigend. Ich las aber auch über das Impossible Project und ihrer Vision das Sofortbild zu retten. Ich kaufte sogleich über deren Shop ein paar Packungen TZ-Artistic Film um schnell noch ein paar Fotos zu machen solange es noch original Filme gab. Was soll ich noch groß sagen – es war fantastisch. Vom Augenblick an wenn man die Filmkassette in die Kamera einführt über das surren wenn man den Auslöser betätigt und dieses kleine eingerahmte Bild herauskommt. Es gibt bis jetzt nichts vergleichbares in der Welt der Fotografie. Ich war so begeistert über diese Farben und die besondere Haptik dieses Fotos, das ich beschloss diese Idee, diesen Film irgendwie zu huldigen.

Und wie kann man etwas am besten huldigen? Man schmeißt eine Party!

Aber nur eine Party zu machen ist nicht genug. Es musste größer sein. Etwas das auch für nachfolgende Generationen funktioniert aber nicht kommerziell ausgebeutet wird. Nach etwas Recherche im Internet kam mir die erlösende Idee. Der weltweite Tag der Polaroid Sofortbild Fotografie. Ein Mix aus Parties wie für die Lomo und den weltweiten Tag der Lochkamera. Der Pola-Day eben!

Andreas Pflaum, der ebenfalls vom Polaroid-Virus angesteckt ist und mit mir zusammen die Fotokunstschule in Stuttgart leitet, machte sich sogleich daran die Domain zu sichern und an der Webseite zu arbeiten. Der Pola-Day war geboren.

Was nutzt einem aber eine super Idee wenn man allein da steht und keine Beachtung geschenkt bekommt? Nichts! Ein starker Partner musste her. Einer der Kontakt zu anderen Pola-Fans hat und diese Idee unterstützt. Jemand der mit uns diese Leidenschaft für Sofortbilder teilt. Wer sonst kam dafür in Frage, als das Impossible Project ?

Nach einem kurzen Telefonat und einigen Emails war unsere Zusammenarbeit beschlossen. Wir kümmern uns um die Party, das Impossible Project,  Polanoid ( die Internet Polaroid Community) ebenso wie ein paar Journalisten um die Bekanntmachung. Wir fieberten auf den Tag hin. Location besorgt, Presseberichte raus, Newsletter verschickt, Anmeldungen entgegengenommen. Alles klappte.

Und dann am Tag X – war niemand zu sehen. Da saßen wir also und guckten dumm aus der Wäsche. Bis dann doch noch zwei Polaroid-Nutzer durch die Tür spazierten. Zu viert zogen wir durch die Stadt und fotografierten und amüsierten uns. So gesehen nicht das Ergebnis das wir erwartet haben. Aber dennoch ein Spaß.

Was also machen mit so einem Erfolg? Zu Kopf steigen lassen? Wir haben unsere Lehren daraus gezogen.
Schaut einfach selbst: http://www.pola-day.com

 

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