X-M1 – macht das Sinn?

© FUJIFILM

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Durch das erscheinen der X-M1 hat Fujifilm sein Sortiment an Kameras mit X-Trans CMOS Sensor um ein sucherloses Modell erweitert. Dadurch verringert sich das Gewicht auf 330g inkl. Akku und SD-Karte und auf 280g ohne. Die Größe verringert sich verglichen mit der X-E1 in der Höhe von 74,9 mm auf 66,5 mm und in der Breite von 129 mm auf 116,9 mm. Allerdings hat die X-M1, bedingt durch das Klappdisplay, in der Tiefe zugenommen – 39 mm statt 38,3 mm. Trotz der geringeren Maße verwendet Sie den selben Akku wie die großen Modelle X-Pro1 und X-E1. Erreicht wird dies durch die vertikale Ausrichtung des hinteren Stellrades. Durch das wegfallen des Suchersystems wurde der freigegebene Platz dazu verwendet den eingebauten Blitz weiter nach links zu versetzen. So bekommt man keine Probleme mit weit herausstehenden Objektiven.

Statt dem Sucher steht einem bei der X-M1 nur das Display zur Bildgestaltung zur Verfügung. Dafür hat Fujifilm ihr ein 7,6cm / 3″ Klappdisplay spendiert das sich nicht nur nach oben und unten schwenken lässt, sondern das Bild im Sensor-Format also 3:2 anzeigt, statt 16:9 wie bei den Mitbewerbern üblich. Dadurch vergrößert sich das Display von 37mm x 65mm (16:9) auf 41mm x 63mm (3:2). Wer sich Sorgen macht wegen der Sichtbarkeit des Displays bei Sonnenschein, dem sei gesagt das man durch das gedrückt halten der Q-Taste die Displayhelligkeit erhöhen kann.

Neu hinzugekommen ist die WiFi Funktion. Durch dieses kleine Extra ist der Nutzer in die Lage versetzt worden seine Bilder, wie der Name schon sagt, drahtlos und ohne Hotspot Suche, Passwörter oder Setup auf sein Smartphone, Tablet oder Computer zu übertragen. Zusätzlich kann man die GPS Funktion des Smartphones dafür nutzen die Bilder mit Geodaten zu versehen. Was ganz geschickt ist, wenn man außerhalb seines Wohnortes fotografiert.

Wenn man sich den Aufbau der X-M1 genauer anschaut, sieht man dass das Verschlusszeiten Wählrad durch eine Programm-Wählrad ersetzt worden ist. Geblieben ist das Q-Menü und das Rad für die Belichtungskorrektur. Eine Taste die ich persönlich vermisse ist für die AE /AF-L Funktion. Bei den beiden großen Modellen und selbst bei der kleinen X20 vorhanden, wurde sie bei der X-M1 weggelassen. Entweder war an der Kamera zu wenig Platz, oder der mit dieser Kamera anvisierten Zielgruppe scheint die Option Belichtungswerte unabhängig von der Entfernungseinstellung per Knopfdruck zu speichern ziemlich sinnlos zu sein. Wie dem auch sei, die Fn-Taste rechts neben dem Auslöser lässt sich bequem, durch das gedrückt halten, von der Standard – ISO Funktion weg mit der AE-L Funktion belegen. Schließlich kann man den ISO-Wert, also die Empfindlichkeit des Sensors, auch über das Q-Menü schnell ändern.

Für Fotografen die es lieben und wertschätzen mit einem Sucher zu arbeiten, werden sich mit der X-M1 schwer tun. Zu ungewohnt ist die Kamerahaltung. Jetzt nicht von der Größe – wem sie zu klein ist kann sich den optionalen Handgriff dazu kaufen – sondern vom mit nach vorne gestreckten Armen auf das Display starren. TV Fotografie – wie man sie von den Mitbewerbern her kennt. Einen Vorteil aber bringt das klappbare Display gegenüber den Sucherkameras. Man bekommt jetzt ohne sich zu verrenken oder auf den Boden zu legen ungewöhnliche Perspektiven hin. Für die künstlerische Interpretation von Architektur ist sie somit mehr als Nützlich. Der große 16 Millionen Pixel X-Trans CMOS Sensor, der durch die besondere Pixel Anordnung ohne Tiefpassfilter auskommt erreicht die selbe Bildqualität wie eine Vollformatkamera und lässt keine Wünsche offen. Auch die Möglichkeit in RAW, RAW und JPEG oder nur JPEG zu fotografieren ist einfach super.

Aber kommen wir jetzt auf die im Titel gestellte Frage zurück ob die X-M1 Sinn macht. Kurz gesagt ja, aber nicht für jeden. Wer Display Fotografie nicht mag, sollte sich die X-E1 genauer anschauen. Der OLED Sucher ist einfach Großartig. Wer günstig in das X-System mit X-Trans CMOS Sensor einsteigen möchte und die Möglichkeiten die ein klappbares Display bietet nutzt und braucht ist bei der X-M1 genau richtig. Durch das Motivprogramm Rad muss man sich nicht einmal mit Fototechnik auskennen um gute Fotos zu machen.
Ich fotografiere am liebsten mit meiner X-Pro1. Sie bietet mir alles was ich in der digitalen Fotografie brauche und nutze. Dennoch habe ich mittlerweile die X-M1 als Back-Up Kamera immer dabei. Ich spare ungemein an Platz, kann weiterhin meine Objektive verwenden und habe den 16 Millionen Pixel X-Trans-CMOS Sensor der X-Pro1 und X-E1 drin.  Besser geht es nicht – vor allem wenn ich ungewöhnliche Perspektiven brauche.

Hier geht es zur X-M1

Wer die X-M1 vor Ort erst einmal Testen möchte, dem lege ich die X-M1 Roadshow nahe.

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Weitere Informationen, alle Termine sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es über die Internetseite www.fujifilm.de/school oder direkter http://www.fujifilm.eu/nc/de/produkte/digitalkameras/fujifilmschool/x-m1-roadshow/ .

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